Der TSV Kirchbrak war zwar stärker, konnte aber keine Tore erzielen. Foto: foe

Heinsen. Am Sonnabendnachmittag empfing die SG Wesertal in der Fußball-Kreisliga vor heimischer Kulisse in Heinsen den TSV Kirchbrak. Während die SG Wesertal bereits sicher in die 1. Kreisklasse abgestiegen ist, kämpfte die Mannschaft von TSV-Trainer Stefan Brandt noch um den möglichen Aufstieg und ging auch nach dem 6:0 im Hinspiel als Favorit in die Begegnung. Doch mit einem torlosen Remis gegen die SG Wesertal und nach dem 1:1-Unentschieden in der vergangenen Woche in Fürstenberg haben die Wesertaler nun alle Hoffnungen des TSV auf den zweiten Platz und die damit verbundene Bezirksligarelegation zunichtegemacht.

Die Anfangsviertelstunde gehörte den druckvollen Gastgebern. Nach einem verunglückten Befreiungsschlag in der neunten Spielminute spekulierte der für den verhinderten Stammtorwart Niklas Meyer zwischen den Pfosten stehende Lorenz Pohl auf einen Rückpass und nahm den Ball mit der Brust an, von wo er genau vor SG-Stürmer Jan Meier sprang, der jedoch nur das Aluminium traf. Danach berappelten sich die personell angeschlagenen Gäste, bei denen noch andere Leistungsträger wie Jan-Hendrik Arndt, Fabian Dötz oder Waldemar Kroter fehlten, und kamen ihrerseits zu einigen Möglichkeiten. Nach gutem Kombinationsspiel durch die gegnerische Abwehrreihe bediente Mannschaftsführer Robin Busse die TSV-Sturmspitze Jan Kammel, der den Ball aus spitzem Winkel nicht verwerten konnte. Wenig später scheiterte Robin Busse aus kurzer Distanz an SG-Schlussmann Patrick Ochlast, der das Spielgerät mit einem starken Reflex neben das Gehäuse lenkte. Nachdem erneut Jan Kammel nach einer halben Stunde nach einem Sololauf über die linke Seite das Leder am Tor vorbeischoss, passierte in der ersten Halbzeit nichts mehr.

Und ebenso wenig nach dem Seitenwechsel. Die Kirchbraker waren zwar das tonangebende Team, fanden aber auf dem holprigen harten Boden nicht die nötigen Mittel, um sich gefährlich dem gegnerischen Tor zu nähern. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von SG-Angreifer Jan Meier nach rund einer Stunde beschränkte sich die Truppe von Spielertrainer Carsten Möhlmann hauptsächlich auf das Verteidigen und verschafften sich durch lange Bälle oder Befreiungsschläge immer wieder die nötige Luft zum Durchatmen. Letztlich pfiff Schiedsrichter Ali Iskender die Partie an seinem 59. Geburtstag nach sechsminütigen Nachspielzeit ab.

„Kirchbrak war feldüberlegen, aber tat sich auf unserem Boden extrem schwer. Die kämpferische Leistung war heute top. Wenn wir dieses Engagement in der gesamten Saison gezeigt hätten, würde wir nicht dort stehen wo wir sind“, resümierte Carsten Möhlmann nach dem Abpfiff. Sein Gegenüber Stefan Brandt schrieb mit dem Ergebnis die Relegation ab: „In der ersten Halbzeit hatten wir noch einige Torchancen, danach fehlte uns nach vorne die nötige Durchschlagskraft. Der Platz erschwert natürlich auch unser gelebtes Kurzpassspiel. Die Liga ist abgehakt, nun wollen wir das Kreispokalwochenende erfolgreich gestalten.“

SG Wesertal: Patrick Ochlast – Carsten Möhlmann, Tim Kluth, Daniel Haas, Kevin Argentiero, Jan Rabbe, Jan Meier (58. Alain Düwel), Lukas Scholz, Mehmet Tuma, Niklas Schröder, Christopher Räker (63. Benjamin Bot).

TSV Kirchbrak: Lorenz Pohl – Yannik Ende, Dustin Ende, Robin Busse, Alexander Seidel, Jan Kammel (69. Noe Strahmann), Maximilian Burkert, Daniel Kratzke (75. Finn Busse), Leon Niemeyer, Timo Schwarz (58. Ron Bild), Timo Beyer.

Weitere Begegnungen am Sonnabendnachmittag:

TuSpo Grünenplan – SCM Bodenwerder 2:1 (1:1). Es war kein schönes Spiel für die Zuschauer, in dem es für beide Teams um nichts mehr ging. Die sehr jung aufgestellten Münchhausenstädter gingen bereits in der siebten Minute durch ein einen schönen Spielzug, den Marino Minniti vollendete, in Führung. Den Ausgleich erzielte Cedric Göbel nur zehn Zeigerumdrehungen später. In der zweiten Halbzeit erzielte Oguzhan Dogan in der 73. Minute den Siegtreffer für den Kreismeister, der in Person von Alexander Delzer sogar noch einen Strafstoß verschoss. „Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir verdient gewonnen“, beschrieb TuSpo-Akteur Rene Göbel das Spiel. Der Bodenwerderaner Spielertrainer Alessandro Startari sah dieses anders: „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Wir haben gut gespielt und hätten uns einen Punkt verdient. Am Ende war Grünenplan effizienter. So ist Fußball.“

FC 08 Boffzen – MTSV Eschershausen 1:2 (1:1). „Wir haben in einem abgrundtief schlechten Spiel verdient verloren. Mit fehlen die Worte und ich bin froh, wenn die Saison nächste Woche vorbei ist“, fasste sich FC-Coach Fabio Mancini nach der Partie kurz. Der Trainer der Raabestädter Markus Wienecke lobte seine Truppe über beide Ohren: „In den ersten Minuten hat Boffzen Druck gemacht, aber nach dem Rückstand haben wir tiefer gestanden und das Spiel in den Griff bekommen. Wir sind nur mit elf Mann angereist und ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Mit Ismaila Jammed, Martinez Kouame und Ben Diakite habe ich drei Flüchtlinge im Kader, die seit Wochen im Ramadan sind und heute auch bei diesen Temperaturen über 97 Minuten gehen mussten.“ Torfolge: 1:0 Johannes Urlacher (19.), 1:1 Nuri Yildiz (23.), 1:2 Benjamin Rohrbeck (61./Strafstoß). (ac)