Als Torwart beim ASV Holzminde (Mitte, untere Reihe) schaffte es Günter Rehling in die Niedersachsenauswahl der Junioren.

Derental. „Torhüter und Linksaußen haben eine Macke.“ Die Fußballer kennen diesen Spruch von Max Merkel, der als Trainer auch sehr wortreich und lautstark seine Meinung kundtat. Auch Günter Rehling, seines Zeichens Torwart beim MTV Derental, kennt dieses Zitat. „Eine Macke haben wir nicht“, weist Rehling die Behauptung von Merkel zurück. Aber etwas Besonderes sind wir schon, gibt er zu. Günter Rehling ist sogar etwas ganz Besonderes, was Außergewöhnliches. Der 62-Jährige ist der älteste aktive Spieler im Fußball-Kreis Holzminden. Er steht beim MTV Derental zwischen den Pfosten und hütet das Gehäuse. „Ich bin nicht der Stammtorhüter, aber wenn die mich brauchen, bin ich da.“

Die Fußballkarriere des 1956 geborenen Rehling beginnt 1966 beim ASV Holzminden. „Alfred Misch war unser Trainer“, erinnert sich Rehling. Er war dafür verantwortlich, dass aus dem Mittelfeldakteur ein Torwart wurde. „Ich war groß und kräftig, schoss aus allen Lagen aufs Tor. Eines Tages habe ich den Ball voll gegen die Querlatte gedonnert, da war dann ein Knick drin.“ Für Trainer Misch der Anlass, Günter Rehling umzustellen. „Das ist zu gefährlich, du gehst ins Tor.“ Seitdem ist er der Mann, der die Bälle halten soll. Werner Schatz holte den begabten Keeper zu Tuspo Holzminden. Rehling machte schnell von sich reden, mit 15 Jahren wurde er in die Niedersachsenauswahl berufen, mit 18 Jahren spielte er in der ersten Mannschaft in der Verbandsliga. Später wechselte er zum FC Stahle, und während seiner Bundeswehrzeit in Franken war Rehling für die Verbandsligamannschaft aus Feuchtwangen aktiv.