So sehen Sieger aus. Der TV 87 in der Kabine nach dem Sieg gegen die HSG Rhumetal.

Stadtoldendorf. „Es war eine grandiose Mannschaftsleistung und wir haben von der ersten an Minute dominiert“, freute sich TV Trainer Niemeyer nach dem 35:29 (20:10)-Auswärtssieg gegen die HSG Rhumetal. Denn damit hat sich der TV Stadtoldendorf für die knappe Niederlage im Hinspiel revanchieren können und sich den zweiten Tabellenplatz zurückgeholt. Mit breiter Brust geht das Niemeyer-Team nun in das Heimspiel gegen die HSG Nienburg II, bei dem die nächsten zwei Punkte folgen sollen. „Es hat hier in Rhumetal alles gepasst heute. Sascha Michael hat das Tor eiskalt zugenagelt und wir hatten ein absolutes Abwehrbollwerk“, lobte TV-Trainer Dominik Niemeyer seine Mannschaft. Eine derartige Dominanz, wie sie der TV gegen das Team von Ex-TV-Coach Sascha Heiligenstadt hatte, war im Vorfeld wahrscheinlich nicht zu erwarten. Doch die Niemeyer-Männer gaben eindeutig die Marschrichtung an. Nach einem anfänglich Antasten in den ersten fünf Minuten, zog der TV das Tempo an und stellte die Gastgeber ganze sieben Minuten kalt. So stand es in der 12.Minute bereits 7:2 für die Homburgstädter.

Die HSG habe ihrerseits kaum Akzente setzen können. Ein starker Defensivblock und ein noch stärkerer Sascha Michael seien über weite Strecken unüberwindbar gewesen. „Die Defensive hat mir sehr gute Gefallen. Mats Busse und Marcel Geese haben unglaublichen Druck ausgeübt und wir haben als Kollektiv sehr gut verteidigt. Somit konnten wir auch offensiv glänzen“, erklärte Niemeyer. Bis zur Pause ermöglichte dieser Glanz eine stolze 20:10-Führung.Mit diesem komfortablen Vorsprung konnte der TV ohne großen Druck in die zweite Hälfte gehen. Einen Trendwechsel gab es dadurch nicht. Die HSG spielte zwar mit, stellte aber keine wirkliche Gefahr da. Anstelle eines Agieren, konnte das Team um Jan-Nicklas Falkenhain nur noch reagieren und verhindern, dass der Abstand nicht noch größer wurde. Bis Mitte der zweiten Hälfte führte der TV daher verdient mit 29:20. Einen großen Anteil daran hatten auf jeden Fall Dennis von Frankenstein, Mats Busse und der torhungrige Björn Schubert, dem nach seiner Rückkehr erstmals sieben Treffer gelangen.

In der Schlussphase nahm der TV jedoch ein wenig das Tempo heraus, so dass die Gastgeber bis Spielende noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten. Unterm Strich ging das Niemeyer-Team mit 35:29 aber als hochverdienter Sieger vom Platz. „Wir haben hier verdient gewonnen und diese Aufgabe sehr gut gemeistert. Jetzt konzentrieren wir uns allerdings auf Nienburg, weil der Sieg hier nichts Wert ist, wenn wir gegen Nienburg fahrlässig spielen“, sagt Niemeyer abschließend. TV Stadtoldendorf: Sascha Michael, Kristof König, Daniel Adler (3), Björn Schubert (7), Lars Knoke, Antonio Karacic (2), Mats Busse (7), Mohamad Salam, Dennis Von Frankenstein (9), Eimantas Grimuta (3), Andre Michael (2), Marcel Geese (2 Tore) und Marcel Krüger. (tp)