Die Mannschaft feiert mit den Fans.

Stadtoldendorf. „Der Wille war ganz klar zu sehen“, sagte TV-Trainer Dominik Niemeyer nach der Partie gegen den VfB Fallersleben. Mit diesem großen Siegeswillen ist dem TV Stadtoldendorf am Sonnabend die nächste Überraschung in der Verbandsliga gelungen. Denn am Ende hat der Aufsteiger mit (14:12) 31:24, als erste Mannschaft in dieser Saison, einen Sieg in Fallersleben einfahren können. Der VfB ist damit auf Platz vier abgerutscht, während der TV seinen zweiten Rang weiter festigen konnte.

„Wir sind ein Serienbrecher“, schmunzelte TV -Trainer Dominik Niemeyer. „Wir haben Groß Lafferde geschlagen und jetzt auch Fallersleben, die bis heute noch kein Heimspiel verloren hatten.“ Dass der TV 87 die nächste Überraschung in der Verbandsliga anstrebte, zeigte sich direkt von Beginn an. Nach fünf Minuten Spielzeit führten die Gäste immerhin schon mit 4:1. Der VfB versuchte zwar den Abstand wieder zu verkürzen, wurde dabei jedoch von TV-Keeper Sascha Michael und der TV-Defensive häufig eines Besseren belehrt. Mitte der ersten Hälfte stand es daher 12:7 für die Homburgstädter. TV-Trainer Niemeyer sagte dazu: „Wir hatten eine geschlossene Mannschaftsleistung und haben viele Situationen spielerisch gelöst. Eimantas Grimuta zum Beispiel war einfach herausragend und Marcel Geese hat trotz Krankheit auf die Zähne gebissen. Das war entscheidend“. Diese Faktoren machten den TV zur überlegenen Mannschaft. Doch kurz vor der Pause drehten die Gastgeber nochmal auf, so dass die Führung zur Halbzeit auf 14:12 schrumpfte.

Den Schwung vor der Pause nahmen die Wolfsburger auch mit in die zweite Hälfte. Denn unmittelbar nach dem Wiederanpfiff stand es plötzlich 14:14-Unenstchieden. Der TV reagierte jedoch schnell mit Mats Busse und dem „Mann des Tages“ Eimantas Grimuta, der insgesamt neunmal erfolgreich war. Auch wenn der TV seine Halbzeitschläfrigkeit mittlerweile zur Tugend zu machen scheint, konnten die Niemeyer-Männer schnell wieder das Spiel bestimmen. Wirklich gefährlich wurde auf VfB-Seite nur der Ligatopscorer Kris Behrens. Ihm gelangen ganz zwölf Tore, die am Ende jedoch keine Auswirkung mehr hatten. In der Schussphase setzte sich der TV nämlich deutlich ab und gewann letztlich verdient mit 31:24. Damit ist das Niemeyer-Team die erste Mannschaft, die in Fallersleben punkten konnte. „Wir haben hier heute Fallersleben zerlegt. Das hat auswärts noch kein Team geschafft. Ich bin super stolz auf die Truppe und dankbar gegenüber den gut 100 mitgereisten Fans. So konnten wir die nächsten Punkte nach Stadtoldendorf holen“, freute sich Niemeyer abschließend.

TV Stadtoldendorf: Sascha Michael, Daniel Adler, Jannis Ricke (1), Björn Schubert, Lukas Lorentzen, Antonio Karacic (1), Mats Busse (5), Matthias Wohlgemuth, Dennis Von Frankenstein (6), Eimantas Grimuta (9), Andre Michael (2), Marcel Geese (7 Tore) und Marcel Krüger. (tp)