Die Lenner Mannschaft war nach der Niederlage tief enttäuscht. Foto:hep

Lenne. Im Kampf um den Klassenerhalt musste der TSV Lenne am Ostersonnabend eine bitte Heimschlappe hinnehmen. Gegen den Tabellennachbarn SV Hämelerwald enttäuschte die Flenter-Truppe auf ganzer Linie und muss jetzt für den Ligaverbleib alles in die Waagschale werfen. Vor guter Kulisse am Sportplatz in der Lenner Sandkuhle verlor der Gastgeber mit 1:3 (0:0) gegen einen nicht unschlagbaren Gegner. Was beide Seiten den Zuschauern im ersten Durchgang fußballerisch zeigten, war nur schwer zu verdauen. Ungenaue Pässe, Ballannahmefehler und ein müder Sommerkick prägten eine schreckliche erste Halbzeit. Die Begegnung war von Beginn an zerfahren und keine Mannschaft schaffte es, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Es dauerte bis zur 24. Minute, bis die Gäste sich mal in Richtung Lenner Tor wagten. Von der Heimmannschaft stand bis hierhin absolut nichts offensiv auf dem Zettel. „Ich weiß nicht, ob beide mit dem Druck nicht zurecht gekommen sind. In der ersten Halbzeit habe ich eigentlich nur ein einziges Gebolze gesehen“, berichtete TSV-Trainer Martin Flenter nach Spielende. Die Gastgeber wirkten weiterhin gehemmt und konnten nach vorne bis auf einen harmlosen Abschluss von Stefan Stratmann nichts bestellen.

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich der TSV, das Tempo zu erhöhen und das umkämpfte Mittelfeld zu bestimmen. Aber es blieb meist beim Versuch. Die Partie mit Freundschaftsspielcharakter plätscherte bis weit in die zweite Halbzeit so dahin. Erst in der letzten Viertelstunde kam Spannung auf. Der gut positionierte Lenner Angreifer Stefan Stratmann erlangte Ballbesitz und visierte das gegnerische Gehäuse an. Stratmann nutzte seinen eigenen Abpraller und traf in 76. Minute zur 1:0-Führung. Doch nur 120 Sekunden später revanchierten sich die Adler und glichen zum 1:1 aus. Das Match nahm auf der Zielgerade endlich Fahrt auf, allerdings mit einem bitteren Ende für die Hausherren. In der 84. Minute reagierte die Abwehr der Löwen bei einem Freistoß zu unentschlossen und musste das 1:2 hinnehmen. Und nur eine Minute später fiel die Entscheidung. Wieder war die Verteidigung von Gelb-Blau zu passiv und das Leder zappelte erneut im eigenen Netz zum 1:3-Endstand. „Mir fehlen zu dem Abwehrverhalten meiner Mannschaft die Worte. Wir haben in den Schlussminuten drei Geschenke an den Gegner verteilt und müssen jetzt am Montag eine Reaktion zeigen“, meinte Flenter abschließend.

TSV Lenne: Maximilian Verwohlt – Christof Klassen (60. Andre Schaper), Loris Nolte, Eike Ostermann, Niclas Mönkemeyer, Stefan Stratmann, Simon Vatterott, Erik Schaper, Niklas Klemm, Fabian Ripke (67. Kilian Nolte), Edward Urich.